Mundschutz – ja, bitte!
Mundschutz – ja, bitte!

In diesem Winter sorgte die Erkältungswelle wieder für reichlich Personalausfall. Hartnäckiger Husten, schniefende Nasen – und das teilweise über Wochen. Trotzdem kommen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zur Arbeit. Mit diesem Tipps können Sie die Ansteckungsgefahr minimieren.

Die Personalbesetzung in den Einrichtungen wird in Erkältungsphasen immer schwieriger. Außerdem erkranken auch die Pflegekunden*innen oder Bewohner*innen. Dadurch steigt kurzfristig der Hilfebedarf. Weil die Mitarbeiter*innen dies Wissen, gehen viele trotz Erkältung zur Arbeit.

 

Zur Arbeit trotz Erkältung – keine Seltenheit

Ob jemand wirklich arbeitsfähig ist oder nicht, kann nur der- oder diejenige selbst beurteilen. Eins ist aber sicher – jeder Nieser und jeder Hustenanfall verteilt die Viren munter im Raum. Das Anstecken der Kollegen/innen und Kunden verschärft fortlaufend das Problem. Wenn also jemand trotz Erkältung oder anderen ansteckenden Erkrankungen wie Magen-Darm-Infektion arbeitet, dann sollte alles getan werden, damit nicht weitere Menschen dadurch erkranken. Tröpfcheninfektion und Kontaktinfektion sind die üblichen Wege der Ansteckung.
Beim Robert-Koch-Institut läuft ein Programm „Wir-gegen-Viren“. Von den dort vorgestellten neun Maßnahmen sind für diejenigen, die weiterarbeiten müssen oder wollen, folgende relevant:

  • Hände waschen und vom Gesicht fernhalten
  • Hygienisch husten
  • Auf erste Anzeichen achten
  • Über Hygienemasken Bescheid wissen

„Hände waschen und vom Gesicht fernhalten“ ist eine Grundregel, die eigentlich jeder in der Pflege und Betreuung beherrschen und beherzigen müsste. Die Betonung liegt auf „eigentlich“. Wir alle wissen, wie die Händehygiene im Alltag aussieht. Dennoch: Ist jemand erkrankt, kann nur ein kompromissloses Umsetzen der Händehygiene die Weitergabe der Viren unterbrechen.
Anstatt beim Niesen oder Husten die Hand vor dem Mund zu nehmen, heißt es heute „Hygienisch husten“ in die Ellenbeuge. Das Prinzip ist einfach. Mit den Händen werden ständig die Viren über Kontaktflächen weitergegeben. Mit der Ellenbeuge nicht.
Das Ganze kann aber nur beherzigt werden, wenn man „auf erste Anzeichen achtet“ und sich dann gleich selbst diszipliniert. Natürlich wäre es viel besser, wenn die genannten Maßnahmen so selbstverständlich wären, dass keiner mehr über die Anwendung nachdenken müsste. Aber das sind sie leider nicht.
Also: Beim ersten deutlichen Zwicken in der Nase, beim ersten Krankheitsgefühl gleich an die Gefährdung der lieben Kollegen/innen und Patienten/innen/Bewohner/innen denken. Sie sind zu schützen!

Mundschutz – ja bitte!

Keiner niest gerne in einen Mundschutz. Und ein Mundschutz ist immer mit dem Gefühl der Stigmatisierung verbunden. Zumindest in Deutschland. Jeder fragt sich sofort, was mit dem/der los ist oder ob etwas mit einem selbst nicht in Ordnung ist. Dabei ist ein Mundschutz in der Pflege eine wunderbare Möglichkeit, die Weitergabe von Viren zu verhindern. Es mögen zwar keine ausreichenden Daten vorliegen, ob „Hygienemasken“ auch Pandemien verhindern. Dennoch ist der Einsatz von Hygienemasken im Gesundheitsbereich zur Verhinderung oder Minimierung der Keimweitergabe unstrittig.

Deshalb der Appell: Händehygiene sofort bei ersten Krankheitsanzeichen intensivieren, sich trainieren, in die Ellenbeuge zu husten und bei Bedarf ruhig das Selbstbewusstsein haben, einen Mundschutz zu tragen. Sie schützen damit ihre Kollegen/innen und die Menschen, die Sie versorgen.